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Leitung: Astrid Schillings
Dipl.-Psych., Personzentriert und Focusing-orientiert arbeitende psychologische Psychotherapeutin, ausbildende Koordinatorin des Internationalen Focusing Institut New York. Sie hat bei Gendlin selbst gelernt, sowie auch Kevin McEvenue (WBF) u.a. . Seit 1978 Erkunden von Körper-Leben und Gewahr-Sein - auch als Unterrichtende. Später phänomenologisches Ergründen/Dialog jenseits von Tradition. 1998 das Focusing Institut Köln (F-In-K)/Raum für Sein und Weg gegründet. Focusing und WBF im F-In-K sind bei der Psychotherapeutenkammer NRW akkreditiert
Wholebody Focusing ist eine Weiterentwicklung des „klassischen Focusing“, die durch Kevin McEvenue initiiert wurde. In diesem Workshop möchte ich einen Geschmack davon teilen, wie meine Praxis des WBF für mich unmittelbar das Arbeiten mit Menschen in der Therapie, aber auch im Focusing verändert. Im Gewahr-Sein des bewusst fühlenden geerdeten Körpers, bewegt sich das Leben aus sich heraus weiter. Wir kommen unmittelbar in bewussten Kontakt mit dem Lebendigen in uns und lernen, diesem Prozess Schritt für Schritt zu vertrauen.
Die Arbeit wurzelt in Gendlin`s erweitertem Verständnis des lebenden Körpers. In langjähriger Praxis habe ich aus meinem Hintergrund heraus Experimente in verkörperter Achtsamkeit, von innen geführter, non-direktiver Bewegung (westl. u. östl. Praxen), Haltungen aus dem Somatic Experiencing, Sensory Awaring auf dem Boden der Focusing orientierten Therapie/WBF gekreuzt. Verbindungen zu Carl Rogers Auffassung vom existentiellen Leben und der organismischen Aktualisierungstendenz werden unmittelbar erlebbar. Art Bohart spricht hier (2010) von „Self Organizing Wisdom“.
Im Workshop werden einige Phasen des WBF praktisch vorgestellt und theoretisch auch mit Klientenbeispielen reflektiert. Dieser Ansatz hat sich sowohl in der Psychotherapie, Traumaarbeit, Beratung, Coaching, Selbsthilfe und gerade auch in Phasen anstehender Lebensentscheidung und Sinnfindung als wirksam erwiesen. Wholebody Focusing kann verwandeln, wie wir leben – jeden Tag.
Teil II: Mi. 22. Aug., 18:00 Uhr bis So. 26. Aug. 2012, 13:00 UhrLeitung: Thomas Franke und Petra Colombo
Unser Seminar bietet die Möglichkeit, Focusing als einen langsamen Prozess der Zuwendung zu unserem inneren Erleben kennen zu lernen. Dabei greifen wir – v.a. in Kleingruppenarbeit – jeweils aktuelle, „kleine“ Themen der TeilnehmerInnen auf und werden den sich hieraus entwickelnden, inneren (zunächst körperlichen) Bewegungen im Focusing-Prozess nachspüren. Auf diesem Wege können sich neuartige Bedeutungen erschließen und Veränderungsrichtungen („erste Schritte“) eröffnen.
Auf der Grundlage einer achtsamen und wertschätzenden Haltung uns selbst und den anderen gegenüber werden wir das Eigen-ar-tige unserer Focusing-Prozesse kennen lernen und Grundfertigkeiten im Begleiten von solchen Entwicklungen bei anderen erwerben.
Leitung: Sylvia Cappello
Sie haben erste Erfahrungen mit Focusing gemacht und möchten nun wissen, wie die Begleitung des Prozesses von anderen und durch andere aussehen kann? Dieses Seminar bietet Ihnen die Gelegenheit, vertiefende Begriffe und Methoden aus dem Focusing zu erlernen und anzuwenden.
Das Einüben der wechselseitigen Begleitung wird im Mittelpunkt der gemeinsamen Seminararbeit stehen. Im partnerschaftlichen Focusing können Sie die unterschiedlichen Techniken der Begleitung, wie zum Beispiel das Saying Back und das Fragenstellen, praktisch ausprobieren. Sie lernen dabei kennen, welche unterschiedlichen Erlebenszugänge zu Felt Sense möglich sind und wie der Umgang mit Engstellen und kritischen Stimmen im Focusing-Prozess gelingen kann. Begleitend und unterstützend werden hierzu individuelle Wege zur körperlichen Präsenz und zum persönlichen Freiraum aufgezeigt und eingeübt.
Im Seminar erleben Sie Focusing im Wechsel von Theorie und Praxis (in eigenen Focusing-Prozessen) und sind danach in der Lage, partnerschaftliches Focusing in seinen Grundzügen selbstständig anzuwenden.
Voraussetzung: Focusing I oder abgeschlossene GFK-Basisausbildung
Leitung: Jacqueline Orasch & Lothar Kammer
Was Focusing ist, was Freiraum heißt, was die gute Balance zwischen Reden und Schweigen bedeutet, was es heißt, ganz präsent zu sein, all das ist bereits gut bekannt. Aber wie ist das, jemanden in einer ganzen Folge von Focusing-Sitzungen zu begleiten – und, mindestens ebenso spannend, selbst dabei begleitet zu werden? Wie sieht es dann aus mit dem Setting, mit dem Beziehungsfreiraum, den verschiedenen Phasen, wo wird es schwierig und was hilft dann?
Genau um diese Themen und Fragen wird es in diesem Seminar gehen. Eigene Themen begleitet verfolgen, aber auch als BegleiterIn Erfahrungen und Sicherheit mit längeren Prozessen gewinnen. Dabei unterstützt werden von Theorie-Inputs und Supervision und natürlich dem Austausch mit den anderen in der Gruppe. Dieses Seminar ist auch gut geeignet für alte Hasen, die sich Rückmeldung und neue Impulse wünschen.
Voraussetzung: Focusing I + II oder abgeschlossene GFK-Basisausbildung
Leitung: Irmtraud Lemper, Co: Antje Sommer-Schlögl
Das abschließende Integrationsseminar verhilft Ihnen dazu, Vertrauen in den eigenen Begleitstil zu gewinnen. Dazu bietet das Seminar viel Erprobungsraum in der Begleiterrolle, so dass einerseits die Wirksamkeit der eigenen Focusinghaltung fühlbar wird und zudem eine wohlwollende Auseinandersetzung mit den dabei aufkommenden Unsicherheiten Platz findet. Auch das dabei häufig angestoßene Bewertungsthema wird aufgegriffen, und kann - wie auch andere Themen - in den eigenen Focusing-Prozessen vertieft werden.
Durch mehrere aufeinander folgende Focusing-Prozesse mit derselben Person und in verschiedenen Formen der Supervision wird auch die Dynamik von Prozessfolgen zum Thema. Daneben werden wir strukturgebundene Anteile der BegleiterInnen/ Focussierenden und musterhafte Wiederholungen in den Prozessen aufspüren, reflektieren und diese theoretisch verständlich machen.
Ausblickend befassen wir uns mit der Bedeutung und den Möglichkeiten von Focusing für die persönliche Arbeits- und Lebenswelt.
Voraussetzung: Focusing I, II und III
Konzept und Leitung: Silvia Boorsma
Die Focusing-Werkstatt ist ein experimentelles Workshop-Seminar für Focusing-Erfahrene.
Im Focusing gestalten wir unser Erleben, wir geben ihm Struktur und Ausdruck. In diesem Kurs werden wir uns mit verschiedenen Ausdrucksmitteln wie Wort, Stimme, Farbe, Klang etc. an die Grenze dessen bewegen, was sich „sagen lässt“. Dazu gehören auch Beispiele aus bildender Kunst und Literatur, die uns neue Qualitäten von Erleben und Ausdruck erschliessen und uns differenzieren in Bezug auf das WIE: wie ist das, was sich mir zeigt, was ich erlebe, - wie kann ich mich dem nähern, - wie kann ich es sich ausdrücken lassen, - wie verinnerliche ich die Focusing-Haltung in dem, was ich tue.
Neben Theoriearbeit stehen Üben und Experimentieren im Mittelpunkt.
Voraussetzung: ab Begleiter-Ausbildungsstufe Focusing III.
Bis zu 10 Teilnehmer
Leitung: Friedgard Blob und Achim Grube
Dieses Seminar richtet sich an Focusing-BegleiterInnen/angehende Focusing-TrainerInnen, die Focusing in Volkshochschulkursen, in ihrem Arbeitsfeld oder an Menschen ihrer Umgebung weitergeben wollen, bzw. als zukünftige Ausbilder des Focusing Netzwerks selber Focusing Weiterbildungsseminare anbieten wollen. Auch wer andere Personen gut in ihrem jeweiligen Focusing Prozess begleiten kann, braucht für die Arbeit als GruppenleiterIn ein Set an didaktischem Handwerkszeug und eine spezielle Schulung, um auf die inhaltliche Lehrtätigkeit und gruppen- dynamische Steuerung von Focusing- Prozessen vorbereitet zu sein.
Das Seminar stellt, abgestimmt auf die Bedürfnisse der TeilnehmerInnen, unterschiedliche Lernsettings zur Verfügung. So können die jeweiligen Stärken und Schwächen in der Führung von Gruppen reflektiert und jede(r) TeilnehmerIn persönlich unterstützt werden. Diejenigen, die schon einmal als TutorIn gearbeitet haben, kennen den positiven Lernertrag, der durch aktive Seminar-Mitwirkung entsteht.
Auch im TrainerInnenseminar wird es darum gehen, als TeilnehmerIn einzelne Bausteine oder ein ganzes Gruppenfocusing anzuleiten, bzw. persönliche Focusing-Projekte vorzustellen und miteinander zu üben - was hilft, einen persönlichen Leitungsstil zu entwickeln, der dem jeweiligen Lehr-Anlass nutzt.
Voraussetzungen: Abgeschlossene Weiterbildung zum/zur Focusing BegleiterIn und pädagogisch-didaktisches Interesse