Focusing Woche 2019

Teil 1 - Auftakt-/Themenseminar

Freitag, 09.08. bis Sonntag, 11.08.2019

(Beginn am Freitag um 18 Uhr mit dem Abendessen / Ende am Sonntag um 13 Uhr)

Träume zum Leben erwecken

Schade, unseren geträumten Traum unbeachtet zu vergessen. Träume sind Schätze, deren Reichtum zu entdecken, wir lernen können. 

Erst der späte Rogers zählt neben anderen intuitiven Erlebensformenden Traum auf - als Ausdruck der Aktualisierungstendenz- "dem Bewußtsein voran".
Das Konzept von Gendlin, seinem Schüler und Nachfolger, versteht Träume als Phänomene, die durch Focusing-Prozesse zum Leben erweckt werden. Die Dichte der Traumwelt wird den Gruppenprozess und die Selbsterfahrung der Gruppenmitglieder noch vertiefen. Auch durch die Begegnung mit abgelehnten oder nicht so vertrauten Facetten der Personen.
Wir werden, mit verschiedenen kreativen Mitteln, die körperlich gefühlten Bedeutungen der "mitgebrachten" oder am Achberg erträumten - meist nächtlichen Erlebnisse- zu erfassen versuchen.

Gastreferent: Lore Korbei

Voraussetzungen: keine

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Teil 2 - Seminare (parallel laufend, nur einzeln und ganz buchbar)

Sonntag, 11.08. bis Donnerstag, 15.08.2019

(Beginn am Sonntag um 18 Uhr mit dem Abendessen / Ende am Donnerstag um 13 Uhr)

Ausbildungsseminar Focusing I

Einführungs- und Grundlagenseminar

Focusing ist ein Zugang zu unserem noch nicht gewussten inneren Erleben.
Die meisten Menschen kennen körperlich vage und unscharfe Empfindungen.
Sie begleiten unser Erleben bei persönlich wichtigen Fragen und Problemen aber auch in alltäglichen Situationen. Im Focusing wenden wir uns dieser inneren Welt - für die wir noch keine Worte haben - in achtsamer und interessierter Weise zu.
Indem wir den körperlich gespürten Ahnungen folgen, beginnt ein Verstehensprozess der über das Gedachte und auch über die schon bekannten Gefühle hinausgeht. Wir finden neue stimmigere Perspektiven und eine bessere Verbindung zu uns selbst; die eigenen Freiheitsgrade werden erhöht.
Das Grundlagenseminar ist für alle Interessierten offen, die Focusing kennenlernen oder frühere Erfahrungen auffrischen möchten – gleich, ob persönlich oder beruflich motiviert.
Ausgehend von eigenen kleinen Themen können Sie die Wirkweise des Focusing in sich erfahren.
Im Zweiersetting können erste Schritte im Focusingbegleiten erkundet werden und kleine erlebensbezogene Theorieeinheiten schaffen zusätzlich ein grundlegendes Verständnis des Prozessgeschehens.

Voraussetzung: Neugier

Leitung: Christine Grube und Petra Colombo

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Ausbildungsseminar: Focusing III

Prozess-Seminar

In diesem Seminar steht das Begleiten lernen längerer Focusing-Prozesse im Vordergrund:
Einstieg, Beginn und Abschluss eines Prozesses, sowie einzelne Phasen im Verlauf werden erfahren, untersucht und erarbeitet. Präsenz als Grundhaltung und prozess-unterstützende Interventionen werden geübt, mögliche Störungen des Prozesses und der angemessene Umgang damit werden reflektierend bearbeitet.
Die Ausrichtung des Prozesses auf das Gespürte statt auf mögliche Handlungsschritte, auf die innere Beziehung zwischen dem Focusierenden und den gespürten Teilen und auf die Beziehung zwischen Focuser*in und Begleiter*in werden thematisiert.
Hier soll viel partnerschaftliches Focusing einschließlich der Supervision der Begleitpersonen stattfinden.

Voraussetzungen: Nachweis der Module Focusing I und II

Leitung: Delia Conrad und Antje Sommer-Schlögl

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Auabildungsseminar: Focusing-Trainer*in

Focusing-Begleiter*innen, die Focusing in ihrem Arbeitsfeld, in Seminaren und Kursen oder an Menschen in der eigenen Umgebung weitergeben wollen, können dies im Trainer*innen-Seminar lernen und üben.
Sie lernen Focusing so zu vermitteln, dass es dem Anlass und ihrem eigenen persönlichen Stil entspricht. Dieser doppelten Zielsetzung entspricht die flexible Struktur des Seminars.
Unterschiedliche Lernsettings stehen dabei zur Verfügung.
Das Seminar ist eine Voraussetzung für den Erwerb des international anerkannten Focusing-Netzwerk-Zertifikats: „Focusing-Trainer*in FN“.

Voraussetzungen: Nachweis einer abgeschlossenen Ausbildung zum/zur Focusing Begleiter*in und pädagogisch-didaktisches Interesse

Leitung: Lothar Kammer und Achim Grube

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Themenseminar 

Authentic Movement

Authentic Movement ist eine Form der Bewegungs- und Körpererfahrung, die es uns ermöglicht, mit uns selbst, unserem Körper und dem Unbewussten in Berührung zu kommen. Authentic Movement ist eine tanztherapeutische Methode, die hilft den eigenen inneren Raum zu öffnen, zuzuhören und uns in Kontakt bringt mit unseren authentischen Anteilen. Authentic Movement bringt uns unserem inneren Zeugen näher, jenem Teil in uns, der uns dabei hilft, Körperempfindungen, Gefühle und innere Bilder zu beobachten und auszuprobieren, ohne zu bewerten. Authentic Movement findet in der Beziehung zwischen einer oder mehreren sich bewegenden Personen (Blank weg!"mover") und einem oder mehreren Zeugen ("witness") statt. Die sich bewegende Person schließt die Augen, spürt nach innen und folgt einem Impuls, der den Bewegungsprozess in Gang setzt. Vergleichbar ist dieser Impuls mit dem "felt sense" im Focusing.
Durch die Anwesenheit einer Zeug*in stehen "sehen" und "gesehen werden", "bewegen" und "bewegt werden" gleichwertig nebeneinander. Als Teil einer Gruppe bringt uns diese Erfahrung in Kontakt mit dem kollektiven Unbewussten und verbindet individuelle Rituale mit kollektiven. Entwickelt wurde Authentic Movement von Mary Starks Whitehouse, Joan Chodorow und Janet Adler. Die Technik basiert auf einer Verbindung zwischen Tanz-und Bewegungstherapie und C.G. Jungs Prinzip der "aktiven Imagination".

Voraussetzungen: keine

Leitung: Lila Twardon

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Themenseminar

Im Vertrauten steckt immer schon das Neue - Von der Idee zum Konzept - ECC 1 (Erlebenbezogenes Concept Coaching)  

Eine methodenbasierte Selbsterfahrung

Wenn Sie Spaß haben mit Worten zu experimentieren, neue und auf das eigene Erleben bezogene Denkmuster kennenzulernen und sich mit eigenen Erfahrungen auseinander-
zusetzen, sind Sie herzlich willkommen.
Eigene Vorhaben zu entwickeln und Zeit zu haben für Weiterentwicklungen von Plänen, die auf Eis liegen, dafür ist der Workshop genau das Richtige.
Ob als Beraterin oder Berater, ob als Coach, in jedem beliebigen Berufsfeld oder für Sie persönlich, können Sie diese auf der philosophischen Praxis des "Thinking at the Edge" (TAE) von E.T. Gendlin basierende Methode kennenlernen.
Die Prozesse nutzen Focusing und Elemente der personzentrierten Beratung. Vorerfahrungen darin sind hilfreich, aber keine Voraussetzung.

Voraussetzungen: keine

Leitung: Regina Jürgens und N.N.

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Halbtagsseminar

Männer-Themen

Ich trage mich schon längere Zeit mit dem Gedanken, eine Gruppe nur mit Männern anzubieten und möchte dies nun einmal versuchen: Wir könnten uns miteinander einen Raum erschaffen, in dem wir uns geschützt von Themen, Anliegen, Sorgen und Stolz erzählen können, die "irgendwie" nur uns - als junge, mittelalte, ältere und alte Männer - berühren, beschäftigen, umtreiben. Wie sind wir vielleicht mit einem "Thema" oder "Projekt" zum aktuellen Zeitpunkt in unserem Leben, welche Preise haben wir bezahlt, wo wollen wir hin? Betrifft es uns in erster Linie als ganze Person, als (erwachsenes) Kind meiner Eltern, als Partner, Lebensgefährte, Ehemann, Kumpel, Kollege, Geldbeschaffer (...wie auch immer..), Versorger, Vater, Großvater, privat, im Beruf? Wie bin ich als sexuelle Person, als "Mann" mit meinen Wünschen, Hoffnungen, Sicherheiten und Siegen, aber auch mit meinen Unsicherheiten, Zweifeln und Verzweife-lungen, mit meiner Zufriedenheit, meinem Stolz und meiner Würde? Wir wollen uns nicht "therapieren", wir wollen uns erzählen, Raum schaffen und zuhören, uns austauschen und schauen, was dabei heraus kommt. Wir können hierbei Zugänge wie Focusing (zu zweit, zu dritt, in der Gruppe), wo´s passt, auch family-body-Inszenierungen, Modalitätenwechsel oder Elemente des Bohm´schen Dialogs nutzen und zusätzlich, was immer ihr mitbringt. Ich werde nur ganz wenige Vorgaben haben und möchte alles, was mir einfällt, vorschlagen, um einen themenbezogenen Gruppen-Prozess zu nähren. Wir werden hierfür täglich ca. 3-4 Stunden als Zeit-Gerüst vorsehen, wobei die tägliche Verteilung der gemeinsamen Zeit uns überlassen bleibt.
Das Wichtigste sollte sein: Jeder ist sein eigener Chairman, d.h. jeder bestimmt das "Thema", den Zeitpunkt und die Intensität seines Einbringens (oder Verschweigens...) selbst. Wir sollten mindestens 4 und höchstens 11 Teilnehmer sein. Wenn`s passt, könnte eine, zumindest jährlich auf dem Achberg tagende, fortlaufende "Männergruppe" draus werden..... Wie wäre das?

P.S.: Wie schön war das, beim Verfassen dieses Textes mal nicht auf "gender" achten zu müssen.....

Voraussetzung: Mann-Sein (wie auch immer....)

Leitung:  Thomas Franke

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